Gut Schierensee ist Kulturdenkmal. Die gemeinnützige Günther Fielmann Stiftung Schierensee gewährleistet über ihre Erträgnisse
den Erhalt des Gutes. Caspar von Saldern, kaiserlich-russischer Staatsminister und geheimer Rat, errichtete von 1776-1782
diesen Herrensitz mit quer gestelltem Ehrenhof, Wirtschaftsgebäuden und einem
großzügigen Park. Die vielfach prächtige
Innenausstattung, Inventar und Kunstgegenstände stammen überwiegend aus dem nordischen Raum des 18. Jahrhunderts, werden gepflegt,
behutsam ergänzt und erweitert, das in Zusammenarbeit mit Landesmuseum und Denkmalpflege.
Das Herrenhaus ist ein zweistöckiges Barockgebäude mit einem hohen Souterrain und zwei zur Hoffront vorstoßenden Seitenflügeln.
Das Gebäude ist bereits mit klassizistischen Elementen durchsetzt. Dies gilt sowohl für die äussere als auch für die innere Gestaltung.
Ehrenhof und Wirtschaftshof liegen nebeneinander und nicht, wie sonst in Schleswig-Holstein üblich, hintereinander.
Der Ehrenhof ist durch ein schmiedeeisernes Gitter und eine Lindenallee vom Wirtschaftshof getrennt.
Eine Besonderheit sind auch die beiden Torhäuser: üblich findet man in Schleswig-Holstein nur ein Torhaus.
Im Herrenhaus ist die untere Etage für Repräsentationszwecke gedacht. Im rechten Flügel befinden sich mehrere festlich
gestaltete historische Räume, teilweise mit seidenen Wandbespannungen (Gelber Salon, Grüner Salon, Gestreifter Ecksalon),
weiter Eichenkabinett, Archivzimmer und Bibliothek. Im linken Flügel liegt der Festsaal (Katharinensaal), zweigeschossig mit
Musikempore, größter Festsaal der schleswig-holsteinischen Herrenhäuser Das prächtige Bild der Zarin Katharina II. dominiert den Saal.
Dies Werk des dänischen Malers Vigilius Eriksen war ein Geschenk an den verdienten Geheimen Rat Caspar von Saldern.
Gekrönte Häupter weilten auf Schierensee: so im 18. Jahrhundert der dänische König Christian VII. im 20. Jahrhundert
Königin Elisabeth II. von England.
Schierensee ist Denkmalpflege in privater Hand. Der Denkmalschutz erstreckt sich im Äusseren auf das gesamte von J. A. Richter
erbaute Herrenhaus, im Inneren auf die historische Raumstruktur, die ursprüngliche, ortsfeste Einrichtung und Ausstattung, sowie
auf die Bibliothek des 18. und frühen 19. Jahrhunderts mit zugehörigem Kartenbestand und dem Gutsarchiv. Unter Denkmalschutz steht
auch das ursprünglich hier vorhandene bewegliche Kulturgut, insbesondere Gemälde, Möbel, Uhren, Silber, Fayencen, Porzellan und Gläser.
Herausragende Objekte sind zum Beispiel Gemälde von Antoine Pesne, Jens Juel, Vigilius Eriksen, Ludwig Philipp Strack, Friedrich
Carl Gröger. Die Sammlung von Kunst- und Einrichtungsgegenständen aus den nordeuropäischen Raum des 18. Jahrhunderts (Schleswig-Holstein,
Dänemark, Norwegen und Schweden) wurde um zahlreiche Objekte ergänzt. So findet man einen Stockelsdorfer Fayence-Ofen, der zu den
größten Seltenheiten zählt, auch wertvolle Altonaer Aufsatzschränke und signierte Komoden bedeutender Meister. Im Porzellankabinett
erwartet den Besucher eine erlesene Sammlung. Dazu gehören 64 Meissener Porzellansoldaten, die ursprünglich aus dem Besitz Zar Peter III.
stammen, ein Geschenk Friedrichs des Großen. Hohen Rang haben die Silberschmiedearbeiten aus dem 18. Jahrhundert.
In Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum wurden in letzter Zeit u.a. erworben: eine Kugellaufuhr des Meisters Radeloff
aus Schleswig (17. Jahrhundert), bedeutendes technisches und künstlerisches Objekt, von dem nur noch vier Exemplare vorhanden sind,
davon drei in dänischen Museen; weiter eine signierte Kommode des wichtigsten dänischen Möbeltischlers Matthias Ortmann und andere
Kommoden bedeutender Möbelkünstler, weitere Schränke und Spiegel; auch mehrere Fayence-Objekte aus dem nordeuropäischen Raum:
Tische aus Kopenhagen, Schleswig und Stockholm sowie eine sehr seltene Terrine aus der Stockelsdorfer Manufaktur.
Auch die Silbersammlung wurde um kunsthistorisch bedeutende Arbeiten ergänzt.
Einen weiteren Schwerpunkt der Sammlung Gut Schierensee bildet die nordische Malerei.
Sie konnte in jüngster Zeit um zwei namhafte Portraits ergänzt werden: Ein Bildnis aus der Hand des berühmten Malers
Vigilius Erichsen zeigt den dänischen König Frederik V., ein zweites die dänische Königin Caroline Mathilde,
gemalt von Carl Gustav Pilo.
Das Kulturdenkmal Schierensee besteht, wie jede historische Gutsanlage, im wesentlichen aus drei Bereichen: der Architektur,
dem Inventar und der landschaftlichen Umgebung. Mit letzterem sind vor allem Park und Gärten gemeint, zu denen Günther Fielmann
eine besondere Beziehung hat. Caspar von Saldern ließ
am Heeschenberg einen Park anlegen, der zu seiner Zeit weit über Schleswig-Holstein
hinaus Anerkennung und Bewunderung fand. Das Land Schleswig-Holstein stellte auch die umliegende landschaftliche Umgebung unter
Denkmalschutz. Den historischen Landschaftsgarten wird der Eigentümer gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege
in seinen Strukturen wieder erstehen lassen.
Schierensee ist ein Gutshof, damit auch landwirtschaftlicher Betrieb. Beste Voraussetzung für die Erhaltung und Pflege
einer historischen Gutsanlage ist die Einbindung in das moderne Leben, mit Kinderlachen, Hufgeklapper, dem Krähen des Hahnes,
den Rindern auf den Weiden und dem goldenen Weizen auf den Feldern. Auf Gut Schierensee züchtet Günther Fielmann
Holsteiner-Warmblut-Pferde,
Limousin-Rinder
und
Kärntner Brillenschafe, baut Getreide an und betreibt Forstwirtschaft.
Gut Schierensee betreibt ökologischen Landbau, wirtschaftet ohne Pestizide und treibenden Dünger, ist Bioland-Mitglied.
Kontakt:
24241 Gut Schierensee
Telefon: 0 43 47 / 71 21 0
Telefax: 0 43 47 / 71 21 12
E-Mail:
info@gutschierensee.de
Weitere Informationen zum Engagement im ökologischen Landbau, Landschaftsschutz und Naturschutz:
Fielmann AG: Weidestraße 118a, 22083 Hamburg,
Telefon: 040 / 270 76 - 0, Telefax: 040 / 270 76 - 399,
Internet:
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